Die südkoreanische Regierung will gegen die Bedrohung der Sicherheit von Landsleuten durch Nordkorea durchgreifen.
Seoul bedauere sehr, dass Nordkorea am Donnerstag in einer Erklärung erneut die festgehaltenen Südkoreaner fälschlicherweise als Spione beschuldigt und die südkoreanische Regierung kritisiert und bedroht habe, sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Lim Byeong-cheol vor der Presse.
Die Regierung mache deutlich, dass sie gegen jegliche Handlungen zur Gefährdung der Sicherheit ihrer Bürger strikt vorgehen werde. Seoul fordere Nordkorea erneut auf, die südkoreanischen Bürger Kim Kuk-gi, Choi Chun-gil sowie Kim Jung-wook sofort freizulassen und in den Süden zurückzuführen, hieß es.
Lim sagte weiter, dass die Regierung das Internationale Komitee vom Roten Kreuz um Unterstützung für die Freilassung der Festgehaltenen gebeten habe.
Nordkorea hatte am 26. März auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben, Kim Kuk-gi und Choi wegen eines Spionagevorwurfs festgenommen zu haben. Das Komitee für friedliche Wiedervereinigung des Vaterlandes hatte am Donnerstag mit einer gnadenlosen Bestrafung von Spionageaktivitäten gedroht.
Der Missionar Kim Jung-wook wird seit dem letzten Herbst in Nordkorea festgehalten.