Südkorea will bald über das Managementkomitee des Kaesong-Industrieparks der zuständigen Behörde Nordkoreas Diskussionen über Lohnanhebungen formell vorschlagen.
Das sagte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Lim Byeong-cheol vor der Presse.
Die Regierung halte unbeirrt an der Position fest, dass eine Verbesserung des Systems, darunter die Lohnfrage, über Diskussionen zwischen den zuständigen Behörden geklärt werden solle. Seoul strebe an, dass vor dem Beginn der Lohnauszahlungen am 10. April das Managementkomitee und die nordkoreanische Behörde für die Entwicklung von Sonderzonen verhandeln. Es solle diskutiert werden, dass die Löhne innerhalb des vereinbarten Korridors von fünf Prozent erhöht würden, hieß es.
Sollten Unternehmen in Kaesong wegen der Anweisung der Regierung Schaden erleiden, wolle sie Maßnahmen zum Ausgleich des Schadens erwägen, hieß es weiter.
Der Norden hatte einseitig beschlossen, den Mindestlohn für Arbeiter in Kaesong ab den Löhnen für März auf 74 Dollar zu erhöhen. Die südkoreanische Regierung hatte die Unternehmen aufgefordert, die Lohnanhebung nicht zu akzeptieren. Die Löhne für März sollen zwischen dem 10. und 20. April ausgezahlt werden.