Der koreanische Agrarbereich muss hohe Lizenzgebühren für selbst entwickelte Samen zahlen.
Ein Grund ist, dass mehrere große Samenunternehmen vor und nach der Devisenkrise Ende der 1990er Jahre an ausländische Unternehmen veräußert wurden. Dazu zählt ein Unternehmen, das den Samen der Chungyang Paprika, einer besonders scharfen Chilisorte, besitzt.
Laut Daten der Behörde für Entwicklung des ländlichen Raums (RDA) zahlte Südkorea von 2010 bis 2014 insgesamt 81,9 Milliarden Won oder 71 Millionen Dollar Lizenzgebühren für landwirtschaftliche Produkte an andere Länder. Im selben Zeitraum betrugen die Lizenzeinnahmen aus Übersee lediglich 320 Millionen Won oder 293.000 Dollar.
Die Behörde rechnet damit, dass die Lizenzzahlungen für Samen im Jahr 2020 deutlich auf 790 Milliarden Won oder 72 Millionen Dollar steigen würden.