Süd- und Nordkorea haben auch bei ihren zweiten Gesprächen über die Lohnfrage im innerkoreanischen Industriepark in Kaesong keinen Kompromiss erzielt.
Wie das südkoreanische Vereinigungsministerium mitteilte, hätten Vertreter des Managementkomitees und der zuständigen nordkoreanischen Behörde bei ihrem Treffen am Samstag weder eine Einigung noch Fortschritte erzielen können. Die nordkoreanische Seite habe sich die Position der südkoreanischen Seite angehört, jedoch keinen eigenen Vorschlag unterbreitet.
Wie verlautete, dränge der Norden Unternehmen dazu, schriftlich zuzusichern, die nach der Lohnanhebung noch fehlende Summe nachträglich zu zahlen.
Am heutigen Montag läuft die Frist für die Zahlung der März-Löhne aus. Südkoreanische Unternehmen wollen die Löhne auf dem alten Niveau zahlen, ohne die von Nordkorea einseitig beschlossene Anhebung zu berücksichtigen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Nordkoreaner die Annahme des Lohns verweigern und mit Sabotage oder einer Ablehnung von Überstunden reagieren.
Die südkoreanische Regierung beharrt auf der Position, dass Nordkoreas einseitige Entscheidung nicht akzeptiert werden dürfe. Der Norden hatte mitgeteilt, den Mindestlohn für seine Kaesong-Arbeiter um 5,18 Prozent auf 74 Dollar im Monat anzuheben.