Drei Unternehmen im innerkoreanischen Industriekomplex Kaesong haben entgegen der Anweisung der Regierung die März-Löhne gezahlt.
Sie hätten die Löhne überwiesen, nachdem sie schriftlich eine spätere Erstattung der Differenz zu dem von Nordkorea festgesetzten höheren Lohn zugesichert hätten, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Sanktionen gegen die Abweichler seien unumgänglich, hieß es weiter.
Der Norden hatte schließlich am Montag eine Verschiebung der Frist für die Auszahlung der Löhne für März angeboten. Verzugsgebühren sollen nicht berechnet werden.
Laut Angaben aus Seoul sei die Fristverlängerung offiziell nur erwogen worden und noch nicht bestätigt.
Die Arbeit in der Industriezone lief unterdessen heute ohne Störungen weiter.
Nordkorea hat vor einigen Wochen einseitig den Grundlohn angehoben und lehnt Gespräche über die Frage ab. Seoul will den höheren Lohn nicht akzeptieren, solange bei offiziellen Gesprächen keine Einigung erzielt wurde.
Über 50.000 Nordkoreaner arbeiten in der Kaesong-Zone für etwa 100 südkoreanische Unternehmen.