Der zweitgrößte Gewerkschaftsdachverband Südkoreas, KCTU, hat heute einen Generalstreik begonnen.
Die Organisation veranstaltet am Freitagnachmittag landesweit an 17 Orten, darunter der Seoul-Platz in der Hauptstadt, Kundgebungen.
KCTU geht davon aus, dass sich landesweit 260.000 Arbeitnehmer, darunter Mitglieder der Metallgewerkschaft, an dem Streik beteiligen werden. Aus der Beamtengewerkschaft werden sich schätzungsweise 60.000 Mitglieder dem Arbeitskampf anschließen, und aus der Lehrergewerkschaft 10.000.
Die Arbeitnehmerseite fordert, die von der Regierung angeführte Strukturreform des Arbeitsmarktes sowie die Änderung des Gesetzes zur Beamtenpension aufzugeben und den Mindestlohn anzuheben.
Die Regierung stuft einen Streik von Beamten gegen Gesetzesänderungen als illegal ein. Sie will gegen die Streikteilnehmer hart durchgreifen.