Die Nordkoreaner im Industriepark Kaesong könnten ihre Arbeit niederlegen, sollte der Süden die Lohnanhebung nicht akzeptieren.
Der Kaesong-Komplex sei eine wirtschaftliche Sonderzone, in der mit Geschäftsleuten zusammengearbeitet werde, daher sollten sich südkoreanische Behörden nicht in die Angelegenheiten einmischen, hieß es in einer Erklärung des Entwicklungsbüros für die Sonderzone, die am Mittwoch von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreitet wurde.
Obwohl der Ausstoß in der Zone in den vergangenen zehn Jahren um das Dreißigfache gestiegen sei, seien die Löhne nur um das 1,5-Fache gestiegen. Es sei falsch gewesen, die geringe Lohnanhebung zu blockieren.
Die verzögerte Lohnauszahlung sei auch nach internationalem Recht ein Verstoß. Arbeiter könnten nicht arbeiten, wenn die Unternehmen die Löhne nicht pünktlich zahlen, hieß es weiter.
Es ist das erste Mal seit zwei Monaten, dass der Norden in einer Erklärung auf den Lohnstreit eingeht. Zuletzt wurde am 12. März über die Propaganda-Website Uriminzokkiri die Rechtmäßigkeit der Lohnerhöhung betont.