Südkoreas Vereinigungsminister Hong Yong-pyo hat angesichts des Lohnstreits im innerkoreanischen Industriepark Kaesong dort ansässigen Unternehmern die Position der Regierung erläutert.
Wie das Ministerium mitteilte, seien Hong und rund zehn Vertreter des Verbandes der Unternehmen in Kaesong am Sonntag zu einem Treffen hinter verschlossenen Türen zusammengekommen.
Die Unternehmensvertreter hätten über Schwierigkeiten wegen der verzögerten Lösung der Lohnfrage geklagt, hieß es. Sie hätten gefordert, durch Diskussionen zwischen beiden Koreas baldigst den Streit zu klären und Maßnahmen gegen mögliche Schäden im Zuge der Befolgung der Regierungsanweisung zu treffen.
Hong habe das Prinzip betont, dass die Lohnfrage durch Diskussionen zwischen Süd- und Nordkorea gelöst werden sollte. Es sei wichtig, dass die Regierung und Unternehmen hierfür kooperieren, habe er gesagt.
Nordkorea hatte den Mindestlohn für seine Arbeiter in Kaesong einseitig auf 74 Dollar im Monat angehoben. Daraufhin hatte Seoul die Unternehmen aufgefordert, bei der Lohnauszahlung am bisherigen Mindestlohn von 70,35 Dollar festzuhalten.