Der junge nordkoreanische Soldat, der gestern aufgegriffen wurde, war rund eine Woche im Grenzgebiet unterwegs.
Das teilte Südkoreas Vereinigter Generalstab mit. Der 19-Jährige war am Montag in Hwacheon in der Provinz Gangwon aufgegriffen worden. Er habe sich laut ersten Aussagen zur Flucht entschieden, weil es immer wieder Übergriffe durch Kameraden gegeben habe.
Der Mann habe sich am 7. Juni unerlaubt von seiner Truppe entfernt und sei entweder mit einem Fahrzeug oder zu Fuß am Sonntag über die Grenze gekommen, hieß es in einer Erklärung des Vereinigten Generalstabs.
In der Nacht habe er sich nahe einem Wachposten innerhalb der demilitarisierten Zone aufgehalten und sei am Montagmorgen um 7.55 Uhr von Soldaten auf Patrouille entdeckt worden. Er habe umgehend den Wunsch geäußert, in den Süden zu flüchten und sei daraufhin in Sicherheit gebracht worden.
Kritik, dass der Nordkoreaner lange unbemerkt blieb, wurde mit dem Hinweis auf starken Nebel und dichten Bewuchs in dem Waldgebiet zurückgewiesen.
Zuletzt war im Jahr 2012 ein nordkoreanischer Soldat in den Süden geflüchtet.