Nach Einschätzung von Zentralbankchef Lee Ju-yeol schwindet offenbar der Einfluss des Nahost-Atemwegssyndroms Mers auf die Binnenwirtschaft.
Das Ausmaß des Rückgangs beim Binnenkonsum sei verglichen mit der ersten und zweiten Woche nach dem Mers-Ausbruch geringer, daher werde auf einen nachlassenden Einfluss gehofft, sagte Lee vor einem Treffen mit Ökonomen.
Er hatte Mers als eines der größten Risiken für die südkoreanische Volkswirtschaft bezeichnet, zusätzlich zu den Verhandlungen in Europa mit dem verschuldeten Griechenland und der möglichen Zinsanhebung in den USA.
Über den Stand der Gespräche mit Griechenland äußerte er sich optimistisch. Der Einfluss einer Zinssteigerung in den USA würde voraussichtlich schrittweise aufkommen und damit ein geringeres Risiko darstellen.
Dennoch bestehe weiterhin die Notwendigkeit, auf eine mögliche Zuspitzung externer Risiken vorbereitet zu sein. Südkorea sollte auf das Beste hoffen, aber auf das Schlechteste vorbereitet sein, so der oberste Währungshüter.