Seoul und Tokio haben ihre Differenzen über das Importverbot Südkoreas für japanische Fischereiprodukte nicht abbauen können.
Die zweitägigen bilateralen Gespräche am Sitz der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf gingen am Donnerstag (Ortszeit) ergebnislos zu Ende. Demnach muss ein Zwangsverfahren für die Streitbeilegung durch ein WTO-Unterkomitee eingeleitet werden.
Südkorea hatte ein Importverbot für Fischereiprodukte aus acht japanischen Präfekturen einschließlich Fukushima verhängt. Grund war ein Auslaufen radioaktiven Wassers aus dem 2011 havarierten Atomkraftwerk in Fukushima.
Japan hatte im Mai bilaterale Konsultationen auf Grundlage des WTO-Abkommens über die Maßnahme Seouls gefordert.