Die südkoreanische Regierung hat Nordkorea aufgefordert, sich auf das Verfahren für die Rückführung von getretteten nordkoreanischen Schiffsleuten unverzüglich einzulassen.
Der Süden habe am Montagvormittag eine entsprechende Mitteilung im Namen des Vorsitzenden des Rotkreuzverbandes an den Norden geschickt, gab ein Sprecher des Vereinigungsministeriums bekannt.
Darin wurde Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass Nordkorea für die Repartriierung von zwei rückkehrwilligen Nordkoreanern nicht kooperiere. Zugleich wurde verlangt, dass die Repartriierung über den Waffenstillstandsort Panmunjeom zügig durchgeführt werde.
Zur Forderung des Nordens nach den Personalien von drei geretteten Nordkoreanern, die im Süden bleiben wollen, und einem Treffen mit deren Angehörigen hieß es, dass dies mit Rücksicht auf die Wünsche und Meinungen der Betroffenen sowie internationale Gepflogenheiten nicht zu akzeptieren sei.
Am 4. Juli waren fünf Seeleute von einem sinkenden nordkoreanischen Schiff nahe der südkoreanischen Insel Ulleung von der südkoreanischen Küstenwache gerettet worden.