Süd- und Nordkorea ist es nicht gelungen, eine Einigung über die Lohnfrage im innerkoreanischen Industriepark in Kaesong zu erzielen.
Beide Seiten kamen am Donnerstag in Kaesong zur sechsten Sitzung des gemeinsamen Komitees zur Verwaltung des Industrieparks zusammen.
Die südkoreanische Seite betonte, dass eine einseitige Lohnanhebung einen Verstoß gegen eine innerkoreanische Vereinbarung darstelle, nach der der Betrieb der Industriezone auf Diskussionen beider Seiten beruhe. Die nordkoreanische Seite wiederholte die Position, dass die Anhebung des Mindestlohns eine Souveränitätsfrage sei.
Im Anschluss an die Sitzung sagte der südkoreanische Chefdelegierte Lee Sang-min vor der Presse, dass die nordkoreanische Seite an ihrer bisherigen Position zur Lohnfrage festgehalten habe und konkreten Diskussionen über Wege für eine fortschrittliche Normalisierung des Industrieparks ausgewichen sei.
Die südkoreanische Seite habe vorgeschlagen, dass das Komitee bald wieder tagen sollte. Die Nordkoreaner hätten jedoch gesagt, es sei sinnlos, sollte ihre Forderung in der Lohnfrage nicht akzeptiert werden. Daher habe kein konkreter Termin vereinbart werden können, hieß es weiter.