Angesichts des Machtkampfs zwischen den beiden Söhnen des Gruppengründers haben die Chefs von Unternehmen der Lotte-Gruppe über Maßnahmen zur Normalisierung diskutiert.
37 Chefs kamen am Dienstag zu einer Krisensitzung zusammen und gaben eine Resolution zur aktuellen Krise bekannt.
Es könne nicht geduldet werden, dass man wegen privater Interessen Lotte, die fünftgrößte Unternehmensgruppe in Südkorea, destabilisiere. Der Streit um die Gruppenführung müsse schnell beendet werden, hieß es darin.
Da die Sitzung von Geschäftsführern der von Shin Dong-bin geleiteten Lotte-Unternehmen in Südkorea einberufen wurde, wird der Schritt als Bestätigung des Vertrauens gegenüber ihm, dem zweiten Sohn des Lotte-Gründers Shin Kyuk-ho, betrachtet. Shin Dong-bin, der Vorsitzende der Lotte-Gruppe, und sein älterer Bruder Shin Dong-ju liegen im Streit.
Unterdessen wurde bekannt, dass das Steueramt der Stadt Seoul Anfang Juli eine Steueruntersuchung gegen Daehong Communications, einer Werbeagentur der Lotte-Gruppe, eingeleitet hatte. Die Behörde betonte zwar, dass die Maßnahme in keinem Zusammenhang mit dem Streit um die Gruppenführung stehe. Jedoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Untersuchung auf die unbekannte Machtstruktur der Gruppe erweitert wird.