Zwischen Süd- und Nordkorea ist es am Donnerstag zu einem Schusswechsel an der Grenze gekommen.
Laut dem Vereinigten Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte feuerte die nordkoreanische Armee um 15.53 Uhr und um 16.12 Uhr Artilleriegeschosse an der Westfront ab.
Beim ersten Abschuss sei eine Granate mit einer 14,5-Millimeter-Flugabwehrkanone in Richtung des Landkreises Yeoncheon in der Provinz Gyeonggi abgefeuert worden. Danach habe der Norden mit Feuerwaffen mit einem Kaliber von 76,2 Millimeter mehrere Schüsse abgegeben, sagte ein südkoreanischer Militärvertreter.
Daraufhin habe das südkoreanische Militär gegen 17 Uhr mit 155-Millimeter-Haubitzen 36 Geschosse auf den Ausgangspunkt des nordkoreanischen Angriffs gefeuert. Südkoreanische Lautsprecher seien nicht beschädigt worden, auch sei kein Personenschaden entstanden, hieß es.
Die nordkoreanische Granate sei vermutlich an einem Berg zerschellt.
Das südkoreanische Militär habe alle Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt, teilten die Streitkräfte mit. Gleichzeitig wurde betont, dass man trotz der Drohung des Nordens die Propagandasendungen mittels Lautsprechern nicht stoppen werde. Der Norden drohte mit weiteren Provokationen, sollte Südkorea nicht binnen 48 Stunden die psychologische Kriegsführung einstellen.