Laut seinem Finanzminister will Südkorea seine Wachstumsprognose für 2016 von 3,5 auf 3,3 Prozent senken.
Das sagte Choi Kyung-hwan in einem Interview mit der US-Zeitung „Wall Street Journal“ am Rande des G20-Finanzministertreffens in der Türkei.
Angesichts zugenommener Risikofaktoren wegen der Gefahr eines Konjunkturabschwungs in China werde im Haushaltsplan für das kommende Jahr die korrigierte Wachstumsprognose berücksichtigt.
An der diesjährigen Wachstumsprognose von 3,1 Prozent wurde jedoch festgehalten. Sollten Strukturreformen reibungslos umgesetzt werden, sei ein Wachstum von mehr als drei Prozent möglich, sagte er.
Zu einer eventuellen Anhebung des Leitzinses in den USA hieß es, Südkorea verfüge über Möglichkeiten für ein flexibles Vorgehen. Die Gefahr eines enormen Kapitalabflusses wie in den Jahren 1997 und 2008 sei daher gering.