Die innerkoreanischen Arbeitsgespräche über die Zusammenführung getrennter Familien werden heute fortgesetzt.
Vertreter der Rotkreuzverbände beider Koreas nahmen am Montagvormittag im südkoreanischen Friedenshaus im Waffenstillstandsort Panmunjeom Verhandlungen auf. Wie verlautete, sei es schwierig, einen Konsens herzustellen.
Wie verlautete, würden bei dem Treffen Meinungen über Termin, Umfang und Austragungsort der Familienzusammenführung anlässlich des Erntedankfestes Chuseok abgestimmt. Es gilt als sehr wahrscheinlich, dass 100 Personen von jeder Seite im Geumgang-Gebirge in Nordkorea mit ihren Verwandten im anderen Landesteil zusammengebracht werden.
Über den Termin sollen jedoch Differenzen herrschen. Der Süden schlage vor, das Familientreffen vor dem 10. Oktober, dem Gründungsjubiläum der nordkoreanischen Arbeiterpartei, zu veranstalten. Der Norden dränge jedoch auf einen Termin nach dem Jubiläum.
Südkorea fordert außerdem, die Familientreffen regelmäßig durchzuführen und Listen mit den Namen von Betroffenen auszutauschen, damit das Schicksal der im anderen Landesteil gesuchten Verwandten ermittelt werden kann. Es wird spekuliert, dass Nordkorea solche Maßnahmen mit dem Hinweis auf Verwaltungsschwierigkeiten abgelehnt habe.