Nordkorea soll sich zehn bis zwölf Kilogramm angereichertes Plutonium und damit eine ausreichende Menge für die Herstellung von ein oder zwei Atombomben gesichert haben. Es werde aber wegen des mangelnden Wissens über Detonationstechnologien bis zur Produktion solcher Massenvernichtungswaffen noch einige Jahre dauern. Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium in einem Bericht über Massenvernichtungswaffen weiter angab, hat Nordkorea seit 1983 über 70 Hochexplosionstests durchgeführt. Zwischen 1993 und 1998 soll das Land eine Hochexplosionseinrichtung oder Sprengkapsel getestet haben, was die letzte Phase vor einem Atomtest darstelle. Gestützt auf diese Tatsache geht das südkoreanische Verteidigungsministerium davon aus, dass Nordkoreas Atombomben-Herstellung noch in den Kinderschuhen stecke.