Das südkoreanische Militär will anlässlich der jüngsten Landminen-Provokation und des Artilleriefeuers durch Nordkorea offensive Einsätze in der demilitarisierten Zone (DMZ) durchführen.
Das kündigte das Verteidigungsministerium in einem Bericht für den parlamentarischen Verteidigungsausschuss formell an. Für eine bessere Fähigkeit zur Abwehr von Nordkoreas Provokationen würden in der DMZ offensive Einsätze durchgeführt und Einsatzpläne für einzelne Arten von Provokationen aufgestellt.
Bisher hat das südkoreanische Militär in der DMZ passive Operationen durchgeführt, die der Verhinderung des Eindringens nordkoreanischer Truppen dienten. Künftig sollen nordkoreanische Soldaten, die die militärische Demarkationslinie überqueren, beseitigt werden.
Das Ministerium berichtete weiter, dass Nordkorea die Bauarbeiten auf dem Raketenstartgelände in Dongchang-ri abgeschlossen habe. Es sei denkbar, dass Nordkorea um den 10. Oktober, das 70. Gründungsjubiläum der Arbeiterpartei, eine Langstreckenrakete abschieße.