Nach der Entscheidung der US-Notenbank Fed, mit der Zinswende zu warten, haben die südkoreanische Regierung und die Zentralbank jeweils eine Dringlichkeitssitzung abgehalten.
Bei einer Sitzung mit Vertretern der Finanzinstitute über die makroskopischen Wirtschaftsaussichten sagte Vizefinanzminister Joo Hyung-hwan, dass die Fed-Entscheidung die Instabilität auf dem Finanzmarkt einigermaßen beseitigen würde. Da noch die Möglichkeit für eine Zinsanhebung bis Jahresende gegeben sei, bestünden die Unsicherheitsfaktoren jedoch fort, sagte der stellvertretende Finanzminister.
Joo betonte zudem, dass sich Südkorea von neuen aufstrebenden Ländern auf dem Finanzmarkt unterscheide. Trotzdem wolle er in Anbetracht der Erfahrung mit der Finanzkrise 2008 die Devisenliquidität mit äußerster Vorsicht kontrollieren.
Zentralbankchef Lee Ju-yeol sagte ebenfalls, dass auch nach der Entscheidung der US-Notenbank Fed Unsicherheit bestehen bleibe.
Der oberste Währungshüter hob außerdem die Bemerkung seiner US-Kollegin Janet Yellen hervor, die unter anderem die Situation der Weltwirtschaft und eine Wachstumsverlangsamung in Schwellenländern, darunter China, angesprochen habe. Es sei ein großer Wandel in der Haltung der USA, für die Festlegung ihrer Schlüsselzinsen die internationale Wirtschaftssituation zu berücksichtigen, erklärte Lee.