Die südkoreanische Regierung ist erneut mit einem Investor-Staat-Streit konfrontiert.
Den zuständigen Behörden zufolge beantragte die iranische Familie Dayyani eine internationale Schlichtung. Als Grund wurde genannt, dass die südkoreanische Regierung im Zuge des Verkaufs der Firma Daewoo Electronics das Prinzip der fairen und gerechten Behandlung iranischer Investoren gemäß dem Investitionsschutzabkommen zwischen Südkorea und dem Iran verletzt habe.
Laut Berichten fordert die Familie Dayyani wegen des Schadens durch die Aufhebung des Kaufvertrags die Zahlung der Kaution für den Kaufvertrag in Höhe von 57,8 Milliarden Won oder 49 Millionen Dollar sowie von Verzugszinsen.
Die südkoreanische Gesellschaft für Vermögensmanagement hatte im Zuge des Verkaufs von Daewoo Electronics im April 2010 die Entekhab Industrial Group, deren Großaktionär Dayyani ist, als bevorzugten Bieter ausgewählt. Im November wurde der Vertrag unterzeichnet und die Kaution gezahlt. Der Vertrag wurde jedoch im Mai 2011 aufgehoben. Als Grund wurde vermutet, dass Entekhab die Senkung des Kaufpreises forderte und nicht fristgemäß zahlte.