Nordkoreas Parteisekretär Kim Yang-gon hatte unmittelbar vor dem innerkoreanischen Spitzentreffen 2007 das südkoreanische Präsidialamt im Geheimen besucht.
Das enthüllte Südkoreas damaliger Geheimdienstchef Kim Man-bok in seinen Memoiren.
Kim Yang-gon, der Abteilungsleiter der Arbeiterpartei für die Einheitsfront, sei mit seinem Stellvertreter Choi Seung-chol zu einem zweitägigen Geheimbesuch nach Seoul gekommen. Präsident Roh Moo-hyun habe am 26. September 2007 die nordkoreanische Delegation im Präsidialamt empfangen, hieß es.
Weiter hieß es, dass der damalige Machthaber Nordkoreas, Kim Jong-il, beim zweiten innerkoreanischen Spitzentreffen vom 2. bis 4. Oktober 2007 in Pjöngjang die gemeinsame Erklärung vom 15. Juni 2000 hoch eingestuft habe. Zugleich habe er gesagt, dass die Einigungen zu Worthülsen und einem leeren Blatt Papier geworden seien. Der Süden habe keine wirkliche Haltung zur Beendigung der militärischen Feindseligkeit gezeigt.
Dazu habe Roh laut Kim Man-bok gesagt, Südkorea sei auf die USA angewiesen gewesen und es sei ein objektives Faktum, dass Südkorea ein pro-amerikanischer Staat sei. Es wäre für jede Regierung im Süden unmöglich, die Beziehungen zu den USA schlagartig abzubrechen.