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USA bestehen auf Teilnahme Japans an Nukleargesprächen
Write: 2003-10-08 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Die USA haben auf die Teilnahme Japans an künftigen Gesprächen über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm bestanden. Washington stimme mit Tokio darin überein, den Vorstoß Nordkoreas zurückzuweisen, Japan von den multilateralen Gesprächen auszuschließen, sagte gestern der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher. Nordkorea hatte zuvor über seine amtlichen Medien erklärt, es werde die Teilnahme Japans an „irgendeiner Form von Gesprächen“ nicht erlauben. Als Begründung hieß es, Japan verknüpfe bilaterale Fragen mit den Gesprächen über den Atomkonflikt. Das Land sei daher kein zuverlässiger Verhandlungspartner. Boucher sagte, Japan habe als Nachbarland der beiden Koreas ein lebendiges Interesse an der Lösung des Atomstreits und anderer Probleme wie der Entwicklung von Raketen und Nuklearwaffen. Japan werde sich weiterhin an den Sechser-Gesprächen über das nordkoreanische Atomprogramm beteiligen. Die erste Sechser-Runde, an der außer Nord- und Südkorea, den USA, China und Russland auch Japan teilnahm, war Ende August in Peking ohne eine Annäherung zu Ende gegangen. Der japanische Kabinetts-Chefsekretär Yasuo Fukuda nannte Nordkoreas Versuch, Japan auszuschließen „egoistisch“. Zugleich rief er Pjöngjang auf, die Besorgnisse wegen des Atomkonflikts und das Problem nach verschleppter Japaner in Nordkorea auf friedlichem Wege über die Sechser-Gespräche zu beseitigen. Nordkorea hatte wiederholt erklärt, kein Interesse mehr an Gesprächen zu haben. Die anderen Länder gehen dagegen nach wie vor von einer Fortsetzung des Dialogs aus.
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