Nordkorea hat gefordert, auch die Frage der nordkoreanischen Opfer der Sexsklaverei des japanischen Militärs im Zweiten Weltkrieg zu klären.
Die Forderung habe ein Sprecher des Außenministeriums in Pjöngjang unterbreitet, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.
Hintergrund ist die Einigung von Südkoreas Präsidentin Park Geun-hye und Japans Premierminister Shinzo Abe bei ihrem Treffen am Montag, Diskussionen über die Angelegenheit zügiger voranzubringen, um die Frage baldigst zu klären.
Nicht nur in Südkorea sondern auch in Nordkorea gebe es Opfer der Sexsklaverei der japanischen Armee. Japan habe während der Kolonialherrschaft 200.000 Frauen zu Sexsklavinnen gemacht. Das sei eine vom Staat Japan organisierte und durchgeführte schwerste Straftat zur Verletzung der Menschenrechte gewesen, kritisierte der Sprecher.
Nach der grausamsten und abscheulichsten Straftat dürfe der Täter nicht davonkommen, indem er nur einen Teil der Opfer beschwichtige. Der Schaden des gesamten koreanischen Volks sollte pankoreanisch bewältigt werden, hieß es weiter.