Angesichts der beschlossenen Einführung einer sogenannten Google-Steuer durch die OECD hat Südkorea damit begonnen, Maßnahmen zur entsprechenden Gesetzgebung auszuarbeiten.
Die Google-Steuer soll dazu dienen, die Steuervermeidung multinationaler Unternehmen wie Google zu verhindern.
Die Regierung will multinationale Unternehmen dazu verpflichten, einen Länderbericht zu erstellen, um Informationen über ihre Aktivitäten in einzelnen Ländern unter den Steuerbehörden zu teilen. Der Schritt soll in einem Änderungsentwurf zum Steuergesetz im kommenden Jahr berücksichtigt werden.
Demnach soll die Muttergesellschaft eines multinationalen Unternehmens dem zuständigen Staat einen Bericht über die Verteilung der Geschäftstätigkeiten, die Liste der ansässigen Firmen, deren Einkünfte und Steuern vorlegen.
Südkorea will zudem in neuen bilateralen Steuerabkommen mit anderen Ländern vorsehen, dass die Nichtbesteuerung durch einen Missbrauch eines Steuerabkommens verhindert werden müsse. Damit sollen Unternehmen daran gehindert werden, dass sie mit Hilfe von Tochterfirmen in Steueroasen keine Steuern zahlen. Im Falle der bereits abgeschlossenen Steuerabkommen will das Land durch ein multilaterales Abkommen der OECD bis Ende 2016 entsprechende Änderungen anstreben.