Laut dem südkoreanischen Geheimdienst ist Choe Ryong-hae, der Sekretär der nordkoreanischen Arbeiterpartei, Anfang November im Zuge von Strafmaßnahmen in einen landwirtschaftlichen Betrieb in der Provinz verbannt worden.
Das habe der Geheimdienst vor dem parlamentarischen Geheimdienstausschuss berichtet, teilte der Regierungsabgeordnete Lee Chul-woo mit. Choe erschien seit Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit, was für Spekulationen über sein Schicksal sorgte.
Choe sei wegen des Erdrutschs an einem Kraftwerk am Berg Baekdu zur Rechenschaft gezogen worden. Es werde jedoch vermutet, dass er anders als der hingerichtete Jang Song-thaek rehabilitiert werden könne, hieß es.
Der Geheimdienst berichtete weiter, dass ein für die Minenprovokation Nordkoreas im August zuständiger Militär befördert worden sei. Der Leiter des Politibüros der Armee, Hwang Pyong-so, und Parteisekretär Kim Yang-gon, die die Verhandlungen mit Südkorea am 15. August führten, würden als Helden der Republik bezeichnet, da sie damit Südkoreas Beschallungsaktion zu einem Ende brachten.