Laut dem Finanzministerium wird die Staatsverschuldung im Jahr 2060 38 bis 62 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erreichen.
Das Finanzministerium veröffentlichte erstmals einen langfristigen Ausblick auf die Staatsfinanzen bis 2060. Dabei wurden die Bevölkerungsentwicklung und langfristige Tendenzen der Wachstumsrate berücksichtigt.
Sollten die Staatsausgaben entsprechend dem Zuwachs des Wirtschaftsvolumens steigen, werde die Staatsschuldenquote von derzeit rund 40 Prozent auf bis zu 62,4 Prozent im Jahr 2060 steigen, hieß es. Grund ist, dass bei einer sinkenden Wachstumsrate gleichzeitig die Sozialausgaben wegen der niedrigen Geburtenrate und der Alterung stetig zunehmen werden.
Bei einer kontinuierlichen Kürzung der Staatsausgaben um zehn Prozent im Jahr wird damit gerechnet, dass die Schuldenquote 2060 rund 38 Prozent erreicht.
Sollte keine strukturelle Verbesserung der öffentlichen Fonds gelingen, wird die nationale Krankenkasse im Jahr 2025 über keine Mittel mehr verfügen. Die Mittel für die langfristige Pflegeversicherung für Senioren und die für nationale Rente werden 2028 und 2060 ausgeschöpft sein.
Die Regierung hatte ein gemeinsames Beratungsgremium mit dem Zivilsektor gebildet, in dem 27 Experten vertreten sind. Die Gruppe hatte sich ein Jahr lang damit beschäftigt, langfristige Konzepte zu erstellen.