Die zweitägigen innerkoreanischen Gespräche im nordkoreanischen Kaesong sind ohne nennenswerte Ergebnisse zu Ende gegangen. Beide Koreas konnten sich zudem nicht auf einen neuen Termin für die Fortsetzung der Gespräche einigen.
Der südkoreanische Chefunterhändler Hwang Boo-gi sagte vor Journalisten, beide Koreas hätten versucht, bei den Gesprächen zur Verbesserung ihrer Beziehungen über die aktuellen Angelegenheiten zu beraten. Jedoch seien sie nicht zu einer Einigung gelangt.
Die südkoreanische Seite habe unter anderem die Ermittlung des Schicksals von im Koreakrieg getrennten Familien sowie den Briefwechsel und die Schaffung eines internationalen Friedensparks in der demilitarisierten Zone in den Vordergrund gestellt.
Hingegen habe die nordkoreanische Seite darauf bestanden, die Frage der Familienzusammenführung von der Wiederaufnahme des innerkoreanischen Tourprogramms ins nordkoreanische Geumgang-Gebirge abhängig zu machen.
Hwang erklärte weiter, die Seouler Regierung habe weiterhin daran festgehalten, dass die Wiederaufnahme des Tourprogramms nicht im Zusammenhang mit der humanitären Frage thematisiert werden könne. Für die Wiederaufnahme des Tourprogramms sollen zunächst verantwortungsvolle Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der südkoreanischen Touristen ergriffen werden. Der Vorschlag der südkoreanischen Seite zur Veranstaltung diesbezüglicher Arbeitsgespräche soll jedoch vom Norden abgelehnt worden sein, hieß es.
Der Vizeminister im Vereinigungsministerium betonte, Seouls grundlegende Position, die Beziehungen zum Norden normalisieren und weiter aktiv Gespräche mit Nordkorea führen zu wollen, bleibe unverändert.
Die Gespräche fanden infolge der ranghohen innerkoreanischen Gespräche am 25. August statt.