Südkoreas Präsident Roh Moo-hyun und US-Präsident George W. Bush haben sich darauf geeinigt, dass Nordkorea im multilateralen Rahmen eine Sicherheitsgarantie angeboten wird. Sie waren sich darüber hinaus über die Notwendigkeit eines schnellen Zustandekommens einer Folgerunde der Sechser-Atomgespräche einig. Nach ihrem Treffen in Bangkok am Rande der Gipfelkonferenz der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) am Montagvormittag veröffentlichten die Staatsoberhäupter beider Länder eine vier Punkte umfassende Pressemitteilung. Darin drückten sie zunächst ihre Zufriedenheit über die einwandfreie Entwicklung einer umfassenden und dynamischen Partnerschaft beider Länder aus. Sie vereinbarten darüber hinaus den Ausbau des bilateralen Bündnisses aus Anlass des Beschlusses, weitere südkoreanische Soldaten in den Irak zu schicken. Es wurde des Weiteren vereinbart, dass die Neustationierung der US-Streitkräfte in Südkorea mit Rücksicht auf die sicherheitspolitischen Entwicklungen auf der Halbinsel mit großer Besonnenheit erfolgen solle. Bush und Roh konnten sich auch darauf verständigen, dass es für die Beilegung des Atomstreits mit Nordkorea hoch wünschenswert sei, die Folgerunde der Sechser-Gespräche so schnell wie möglich zustande zu bringen und dabei konkrete Fortschritte zu erzielen. Die beiden Länder wollten dafür gemeinsam nach Wegen suchen, hieß es weiter. Präsident Bush bekräftigte erneut, dass die USA keine Absicht hätten, Nordkorea anzugreifen. Er habe seinem südkoreanischen Amtskollegen erläutert, wie man Nordkorea im multilateralen Rahmen eine Sicherheitsgarantie gewähren könnte, vorausgesetzt, dass Nordkorea auf sein Atomprogramm verzichtet. Zur konkreten Form der Sicherheitsgarantie machte Bush jedoch keine Angaben. Aus Kreisen in Bangkok hieß es unterdessen, dass eine offizielle Garantie geplant sei, jedoch kein Abkommen, das einer Ratifizierung im Kongress bedürfte.