Nach Worten eines südkoreanischen Verteidigungsbeamten hat Nordkorea sehr wahrscheinlich eine geboostete Spaltbombe entwickelt.
Die Äußerung machte Lee Sang-chul, der Direktor für Rüstungskontrolle im Verteidigungsministerium, bei einem Seminar in Seoul. Er sagte, dass die jüngste Äußerung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un über den Besitz einer Wasserstoffbombe nach innen gerichtete Propaganda gewesen sein könnte.
Der Besitz einer geboosteten Spaltbombe sei bedrohlich, da diese klein und leicht wie eine Atombombe bleibe aber eine bis zu fünfmal stärkere Sprengkraft aufweisen könnte, hieß es.
Nordkorea halte sein Atomtestgelände in Punggye-ri betriebsbereit, um jederzeit einen Test durchführen zu können. Zugleich seien Aushubarbeiten für einen neuen Tunnel im Gang, fügte Lee hinzu.
Eine geboostete Spaltbombe stellt die Zwischenstufe auf dem Weg zur Entwicklung einer Wasserstoffbombe dar.