Nordkoreanische Arbeiter in Polen und der Mongolei treten mehr als 90 Prozent ihrer Löhne an den Staat ab.
Das teilte Lee Seung-ju vom Datenbank-Zentrum für Nordkoreas Menschenrechte, eine südkoreanische Organisation, in Unterlagen für ein Seminar mit.
Von Nordkorea entsandte Arbeiter in Polen verdienten wegen der Zahlungen an den Staat weniger als 100 Dollar im Monat. Auch nordkoreanische Arbeiter in der Mongolei schickten monatlich 650 Dollar, mehr als 90 Prozent des Monatslohns, an den Staat. Sie verdienten weniger als 100 Dollar durch zusätzliche Arbeit, hieß es.
Wie verlautete, seien derzeit rund 800 nordkoreanische Arbeiter in der Mongolei und 1.700 bis 1.800 in Polen beschäftigt.
Laut Lee wurden über 50.000 nordkoreanische Arbeiter in rund 20 Länder für den Devisenerwerb entsandt. Nordkorea nimmt dadurch jährlich 200 bis 300 Millionen Dollar ein.