Die Zahl der in Südkorea eingereisten nordkoreanischen Flüchtlinge ist deutlich zurückgegangen.
Nach Angaben des Vereinigungsministeriums kamen im vergangenen Jahr 1.277 nordkoreanische Flüchtlinge ins Land. Das entspricht im Schnitt 106 Personen im Monat.
Damit sank die Zahl um 52,8 Prozent verglichen mit dem Stand von 2011, kurz vor dem richtigen Beginn der Arbeit des Regimes von Kim Jong-un.
Bei der Zahl der eingereisten Nordkoreaner wurde im Jahr 2001 mit 1.142 Personen erstmals die 1.000er-Schwelle überboten. Im Jahr 2009 stieg die Zahl auf 2.914. Wegen der verschärften Grenzkontrollen und Überwachung auf Anweisung von Kim Jong-un sank die Zahl drastisch.
Bemerkenswert ist der Zuwachs des Anteils der Frauen. Im vergangenen Jahr reisten 1.025 Nordkoreanerinnen in Südkorea ein, das entsprach 80,3 Prozent der gesamten Zahl der eingereisten Nordkoreaner. Damit wurde erstmals die Schwelle von 80 Prozent erreicht.