Nach Einschätzung der Regierung wird der Crash an Chinas Börse nur begrenzt Einfluss auf den südkoreanischen Finanzmarkt haben.
Das Finanzministerium analysierte am Dienstag bei einer Sitzung die Ursachen für den Absturz der chinesischen Börse am Montag und diskutierte über Maßnahmen.
Das Ministerium führte den Börsencrash im Nachbarland auf massive Verkäufe zurück, die im Vorfeld des Aufhebens des Verbots von Anteilsverkäufen durch Großaktionäre von notierten Unternehmen am 8. Januar erfolgten.
Ein weiterer Grund seien offenbar technische Probleme wie die erstmalige Einführung des sogenannten Circuit Breaker-Mechanismus, einer Handelsaussetzung bei starken Kurseinbrüchen. Sorgen über den Konjunkturrückgang in China hätten keine große Rolle gespielt, hieß es.
Das Ressort hält es für eher unwahrscheinlich, dass der China-Crash zu Nervosität am südkoreanischen oder globalen Finanzmarkt führt. Zugleich hieß es jedoch, dass angesichts der zunehmenden Schwankungen an Chinas Börsen die Kontrolle und Überwachung am einheimischen Markt verschärft werden müsse.