Nordkorea hat einen US-amerikanischen Studenten festgenommen.
Die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA berichtete am Freitag, Otto Frederick Wambier, Student der University of Virginia, sei als Tourist in Nordkorea eingereist und wegen des Verdachts festgenommen worden, eine feindselige Aktion gegen das nordkoreanische Regime geplant zu haben.
Im Bericht wurde jedoch nicht erwähnt, um welchen feindlichen Akt es sich handelte und wann er festgenommen worden sei.
Die Nachrichtenagentur Reuters meldete, der 21-jährige Student aus dem US-Bundesstaat Ohio sei mithilfe eines auf Nordkorea-Reisen spezialisierten Reisebüros in das kommunistische Land gekommen. Das Reisebüro stehe in engem Kontakt mit der schwedischen Botschaft, die in Pjöngjang für konsularische Angelegenheiten von US-Bürgern zuständig ist.
Wambier ist der dritte westliche Ausländer, der vom Kim-Regime festgehalten wird. Im vergangenen Jahr verurteilte ein Gericht einen kanadischen Pfarrer zu lebenslanger Haft. Ein weiterer US-Bürger mit koreanischen Wurzeln darf Pjöngjang ebenfalls nicht verlassen. Ihm wird Spionage vorgeworfen.
Experten für Nordkoreafragen gehen davon aus, dass Nordkorea durch die Festnahme eines weiteren US-Amerikaners versuche, die Sanktionen gegen das Land infolge seines vierten Atomtestes aufzuweichen und die Freilassung des Festgenommenen als Verhandlungskarte einzusetzen.