Die südkoreanische Regierung hat dem Norden vorgeworfen, einen festgehaltenen südkoreanischen Missionar zu Propagandazwecken einzusetzen.
Seoul bedauere zutiefst, dass der Missionar, der seit langem im Norden festgalten werde, einseitig fabrizierte Mitteilungen verbreite. Jung Joon-hee, Sprecher des Vereinigungsminsteriums, bezieht sich damit auf den gestrigen Auftritt des Missionars Kim Duk-ki im nordkoreanischen Propaganda-Fernsehen Uri Minjokkiri. Kim behauptete dabei, dass einige südkoreanische missionarische Gruppen, die sich für die Verbreitung der Religion im Norden einsetzen, vom südkoreanischen Geheimdient gesteuert würden.
Kim wird seit Ende 2014 in Nordkorea festgehalten und ist letztes Jahr wegen Spionageverdachts zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden.