Der Besuch des chinesischen Parlamentspräsidenten Wu Bangguo in Pjöngjang wird nach den Worten des südkoreanischen Wiedervereinigungsministers Jeong Se Hyun den Weg für weitere Gespräche über den Atomkonflikt mit Nordkorea ebnen helfen. Er denke, der Besuch Wus werde einen positiven Einfluss auf Nordkorea haben, sagte Jeong gestern vor Journalisten in Seoul. Wu traf heute an der Spitze einer großen Delegation zu einem dreitägigen Besuch in Pjöngjang ein. China bemüht sich derzeit verstärkt um eine Fortsetzung der Ende August aufgenommenen Sechs-Länder-Gespräche mit den USA, China, Südkorea, Japan und Russland über eine Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms. Zahlreiche Experten und Nordkoreas Nachbarländer erwarteten, dass es in den Bemühungen um neue Sechser-Gespräche Fortschritte geben werde, sagte Jeong. Auch er gehe davon aus, dass dies möglich sei. Südkoreas Außenminister Yoon Young Kwan äußerte gestern die Hoffnung, dass die zweite Sechser-Runde bis Mitte Dezember zu Stande kommen wird.