Die Zahl der Südkoreaner im Kaesong-Komplex ist im Januar um über 20 Prozent im Vorjahresvergleich gesunken.
Im Schnitt hielten sich dort im Januar 570 Südkoreaner auf, 20,4 Prozent weniger als im Januar 2015, teilte das Vereinigungsministerium mit. Verglichen mit Dezember 2015 waren es 15,3 Prozent weniger.
Nach dem Atomtest in Nordkorea am 6. Januar hatte Südkorea den Zugang seiner Landsleute zu der grenznahen Fabrikzone im Norden beschränkt.
Nur Südkoreaner, die unmittelbar in den Betrieb der Fabriken involviert sind, durften dort bleiben. Unternehmer durften nur nach Kaesong fahren, wenn sie am selben Tag zurückkehrten. Dies führte zu einem Anstieg der Besucherzahlen, während die Zahl der Südkoreaner, die sich längerfristig dort aufhielten zurückging.
Die Zahl der Besucher in der Industriezone erreichte im Januar 11.467, das waren täglich im Schnitt 477, sieben Prozent mehr als im Vorjahr, geht aus Daten des Ministeriums hervor.
Stets schwingt die Sorge mit, dass der Kaesong-Komplex wegen Nordkoreas Provokationen vorübergehend geschlossen werden könnte. Hierzu hieß es von der Seouler Regierung, dass weder die zeitweise Schließung noch ein Abzug von Landsleuten aus der Zone erwogen werde.