Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Il hat seine grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme an neuen Sechser-Gesprächen über eine Einstellung des nordkoreanischen Atomprogramms bekundet. Das berichteten gestern die amtlichen Medien in China und Nordkorea nach einem Treffen zwischen Kim und dem chinesischen Parlamentschef Wu Bangguo in Pjöngjang. Die Delegierten aus Nordkorea und China stimmten darin überein, das der Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea auf friedlichem Wege beigelegt werden sollte, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA. Die chinesische Delegation habe dabei betont, dass der Konflikt durch eine Paketlösung auf der Grundlage simultaner Schritte der USA und Nordkoreas gelöst werden müsse. Ein Termin für die neue Sechser-Runde wurde indes nicht genannt. Das chinesische Staatsfernsehen berichtete außerdem, dass Kim Jong Il eine Einladung zu einem Besuch in China angenommen habe. Die schriftliche Einladung des chinesischen Präsidenten Hu Jintao sei während des Treffens zwischen Wu Bangguo und Kim überreicht worden. Auch habe Wu die Fortsetzung der wirtschaftlichen Hilfe für Nordkorea zugesagt. Der chinesische Parlamentschef war zu einem dreitägigen Besuch in Nordkorea. Nordkorea, die USA, China, Südkorea, Japan und Russland hatten Ende August unter chinesischer Vermittlung die Nukleargespräche in Peking aufgenommen.