Süd- und Nordkorea wollen bis 2005 auf einer Fläche von 19.800 Quadratmetern einen ständigen Treffpunkt für in beiden Landesteilen getrennt lebende Familien fertig stellen. Die Rotkreuzverbände beider Koreas nahmen gestern zum Abschluss ihrer fünften Gespräche ein elf Punkte umfassendes Vereinbarungsdokument an. Sie konnten schließlich über die Größe des Treffpunktes, worüber die größten Meinungsverschiedenheiten geherrscht hatten, eine Annäherung erzielen. Laut dem Vereinbarungsdokument werden beide Länder im Chopo-Dorf in Onjong-Ri im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge binnen eines Monats mit den Bauarbeiten beginnen und diese in einem Jahr abschließen. Der Süden übernimmt den Bau und den Betrieb, und der Norden sorgt für Arbeitskräfte und Baumaterialien. Die Kosten dafür wird allerdings ebenfalls der Süden übernehmen. Der Treffpunkt solle nicht nur von getrennten Familien, sondern auch touristischen Besuchern des Geumgang-Gebirges als Unterkunft genutzt werden. Süd- und Nordkorea einigten sich darüber hinaus darauf, dass die nächste und neunte Familienzusammenführung nach dem Beginn des neuen Mondjahres stattfindet. Der nächste Jahreswechsel nach dem Mondkalender erfolgt Ende Januar.