Mehr als die Hälfte der Südkoreaner, die ein Wiedersehen mit ihren Angehörigen in Nordkorea beantragten, sind inzwischen gestorben.
Laut dem vom Vereinigungsministerium und dem Rotkreuzverband betriebenen integrierten Datenbanksystem zu getrennten Familien starben mit Stand von Ende Februar rund 65.900 von den 130.800 Südkoreanern, die die Zusammenführung mit Verwandten in Nordkorea beantragten. Das entspricht 50,4 Prozent.
Damit übertraf die Zahl der Toten erstmals die der Lebenden, die sich auf rund 64.900 beläuft.
Da 56,6 Prozent der Lebenden über 80 Jahre alt sind, wird der Anteil der Verstorbenen unter den Antragstellern künftig zunehmen.