Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat die Streitkräfte aufgefordert, im Falle eines Angriffsbefehls die Regierungsorgane in Seoul gnadenlos zu zermahlen.
Die entsprechende Äußerung habe Kim bei einer Schießübung von Einheiten der Langstreckenartillerie gemacht, berichtete die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.
Alle Soldaten sollten zu einsatzfähigen Kämpfern ausgebildet werden, und die hohe Schussbereitschaft müsse aufrechterhalten werden. Sollte ein Angriffsbefehl erteilt werden, müssten die Soldaten die reaktionären Regierungsorgane in Seoul, die Brutstätte des Bösen, gnadenlos zermahlen und marschieren, um die historische Großtat der Wiedervereinigung des Vaterlandes zu erzielen, forderte Kim.
KCNA meldete, die Artillerieübung habe dazu gedient, das Präsidialamt und die Regierungsorgane in Seoul zu vernichten. Die Übung habe im bisher größten Umfang stattgefunden. Über 100 Langstreckengeschütze mit verschiedenen Kalibern seien daran beteiligt gewesen.
Zweck der Übung sei gewesen, durch Schläge, die die Stadt Seoul in ein Flammenmeer verwandeln sollen, starke Bereitschaft zur Vergeltung zu zeigen, hieß es weiter.
Der Übung wohnte die gesamte Führung der Volksarmee bei, darunter der Leiter des Politbüros Hwang Pyong-so, der Vereinigte Generalstabschef Ri Myong-su und Verteidigungsminister Pak Yong-sik.