Nordkorea hat erstmals auf die jüngste Gruppenflucht von im Ausland beschäftigten Restaurantmitarbeitern nach Südkorea reagiert.
Ein Sprecher des nordkoreanischen Rotkreuzverbandes behauptete, dass die Gruppenflucht eine schwer wiegende Provokation gegen Nordkorea und eine beispiellose Verführung und Entführung darstelle.
Sollte sich der Süden nicht unverzüglich dafür entschuldigen und die Nordkoreaner zurückschicken, würde er besonderen Strafmaßnahmen ausgesetzt sein, drohte der Norden.
Nordkorea kritisierte zudem China indirekt. Der Vorfall habe sich unter stillschweigender Duldung des betroffenen Landes ereignet, hieß es.
Nordkoreas Medien gaben außerdem bekannt, dass die Volksarmee in der Nacht eine Artillerieübung abgehalten habe. Bei der Übung wurde eine plötzliche Landung von US- und südkoreanischen Truppen simuliert, es wurden verschiedenartige Langstreckengeschütze eingesetzt.
Das südkoreanische Vereinigungsministerium betonte unterdessen, es lohne sich nicht, eine haltlose Behauptung Nordkoreas zu kommentieren. Seoul warne Nordkorea strikt davor, mit Provokationen zu drohen, hieß es.