Die Getreideproduktion in Nordkorea ist im vergangenen Jahr deutlich gesunken.
Laut einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen betrug die Getreideproduktion in Nordkorea im vergangenen Jahr 5,06 Millionen Tonnen. Das sei elf Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
Grund sei die Dürre in den letzten zwei Jahren, berichtete der US-Auslandsdienst Voice of America. In einigen Regionen habe sich die Produktion halbiert.
Als dessen Folge gingen die Nahrungsmittelrationen in Nordkorea zurück. Laut der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO versorgten Nordkoreas Behörden von Januar bis März jeden Einwohner mit 370 Gramm Nahrung am Tag. Das liegt weit unter der von der UNO empfohlenen Mindestmenge von 600 Gramm und auch unter dem Zielwert der nordkoreanischen Behörden von 573 Gramm.
Im Zeitraum von 2014 bis 2016 sind 41,6 Prozent der nordkoreanischen Einwohner unterernährt. Die Quote stieg um 6,1 Prozentpunkte verglichen mit dem Zeitraum von 2005 bis 2007.