Südkorea hat Nordkoreas wiederholte Behauptung über die Entführung der Mitarbeiterinnen eines nordkoreanischen Restaurants in China zurückgewiesen.
Die 13 nordkoreanischen Restaurantmitarbeiter hätten sich freiwillig zur Flucht entschieden und seien nach Südkorea gekommen. Die Behauptung Nordkoreas, dass sie entführt worden seien, entspreche nicht der Wahrheit. Es lohne sich nicht, dies zu kommentieren, sagte ein Vertreter des Vereinigungsministeriums am Donnerstag.
Zur Frage, ob Seoul über die inzwischen nach Nordkorea zurückgekehrten sieben weiteren Kellerinnen informiert war, hieß es, dass man darüber nichts wisse.
CNN hatte zuvor ein Interview mit sieben angeblichen Kolleginnen der geflüchteten Kellnerinnen in Pjöngjang veröffentlicht. Sie behaupteten, dass der Manager die Kellnerinnen betrogen und auf Instruktion südkoreanischer Behörden die Reise inszeniert habe.
Der nordkoreanische Rotkreuzverband sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag in einer Stellungnahme, die Familien der Entführten forderten mit Nachdruck ein Treffen mit ihren Töchtern. Nordkorea werde die Familien zum Waffenstillstandsort Panmunjeom oder nötigenfalls auch nach Seoul schicken, damit sie ihre Kinder treffen könnten.
Das südkoreanische Vereinigungsministerium lehnte jedoch die Forderung ab und wies darauf hin, dass die Flucht die eigene Entscheidung der Nordkoreaner war. Die Forderung könne mit Rücksicht auf die Meinung der Geflüchteten und internationale Gepflogenheiten nicht akzeptiert werden, hieß es.