Kenneth Bae hat Nordkorea als großes Gefängnis bezeichnet.
Die entsprechende Äußerung machte der koreanischstämmige US-Bürger, der in Nordkorea zwei Jahre lang festgehalten worden war, bei einem Treffen mit Reportern am Mittwoch (Ortszeit) in Washington.
Bae sagte, er habe gesehen, wie ein Land wie ein großes und riesiges Gefängnis funktionieren könne. Die Nordkoreaner seien von der Außenwelt völlig abgeschnitten. Sie hätten nicht gewusst, dass der UN-Generalsekretär ein Südkoreaner sei, und gemeint, dies sei unmöglich, da Südkorea ein Marionettenstaat der USA sei.
Man müsse das nordkoreanische Regime von den Menschen dort getrennt betrachten. Menschen von außerhalb sollten gemeinsam auf die Nordkoreaner zugehen können, betonte Bae.
Bae war seit seiner Einreise in Nordkorea im November 2012 dort festgehalten und im April 2013 wegen anti-staatlicher Verbrechen zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Im November 2014 war er freigelassen worden.