Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, um eventuelle Manipulationen von Testergebnissen zum Kraftstoffverbrauch bei VW-Autos zu klären.
Die Staatsanwaltschaft Seoul Zentral teilte mit, am Mittwoch die für die Beglaubigung zuständige Abteilung von Audi Volkswagen Korea und zwei Zertifizierungsagenturen durchsucht und Daten beschlagnahmt zu haben. Es seien Mitarbeiter der Agenturen befragt worden.
Die Staatsanwaltschaft entdeckte bei der Analyse der im Februar beschlagnahmten Daten von Audi Volkswagen Korea im Zuge der Ermittlungen wegen Abgasmanipulationen bei VW-Dieselmodellen mehrere verdächtige Kraftstofftestberichte. Wie verlautete, hätten die Ermittler Hinweise gefunden, dass die Zahlen in vom deutschen Volkswagen Konzern der koreanischen Niederlassung übergebenen Testergebnissen und in dem koreanischen Industrieministerium ausgehändigten Dokumenten zum Teil unterschiedlich seien.
Sollte sich der Verdacht, dass die koreanische Niederlassung Testdaten zur Kraftstoffeffizienz manipulierte bestätigen, will die Staatsanwaltschaft überlegen, dass die Firma wegen Vorwürfen wie Urkundenfälschung und Behinderung von Beamten bestraft wird.