Nordkorea hat erneut die Rückführung der im April nach Südkorea geflüchteten Mitarbeiter eines nordkoreanischen Restaurants in China gefordert.
Ein Sprecher des Außenministeriums bezeichnete am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur KCNA die Gruppenflucht als ernsthafte politische Provokation, die nicht geduldet werden könne. Dies sei ein beispielloses Verbrechen, mit dem die Menschenrechte nordkoreanischer Einwohner verletzt worden seien.
Die Vereinten Nationen und internationale Menschenrechtsorganisationen sollten das Menschheitsverbrechen der südkoreanischen Regierung thematisieren und angemessene Maßnahmen treffen, damit Nordkoreas Staatsbürger möglichst bald zu ihren Familien zurückkehren, forderte er.
Der Sprecher kritisierte zudem, dass die USA und der Westen, die sich gegen die Menschenrechtsfrage anderer Länder gewendet hätten, über das Menschheitsverbrechen schweigen würden. Die Familien der Restaurantmitarbeiter hätten in einem Schreiben an den UN-Hochkommissar für Menschenrechte und den Vorsitzenden des UN-Menschenrechtsrats das Verbrechen angezeigt und Maßnahmen gefordert.