Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die diesjährige Wachstumsprognose für Südkoreas Wirtschaft auf 2,7 Prozent gesenkt.
OECD korrigierte damit ihre Prognose vom vergangenen November von 3,1 Prozent um 0,4 Prozentpunkte nach unten. Für das kommende Jahr wurde eine Wachstumsrate von drei Prozent vorhergesagt.
Der abgeschwächte Export könne als Hindernis wirken, jedoch würden die anhaltenden Verbesserungstendenzen bei der Beschäftigung und den Löhnen das Wachstum unterstützen. Die Verbesserung des Exports und der Investitionen als Folge der Erholung des Welthandels und die Zunahme des privaten Konsums könnten zur Erholung der Wachstumstendenz führen, hieß es.
Weiter hieß es, dass Südkoreas Regierungsausgaben im laufenden Jahr lediglich um 0,4 Prozent im Vorjahresvergleich zunehmen würden. Angesichts einer befürchteten fiskalischen Bremse (fiscal drag) werde eine Erweiterung der Staatsausgaben gefordert.
Die OECD forderte den Aufbau eines politischen Systems zur Sicherung einer langfristigen Finanzsolidität und riet, zur Förderung des Wachstums dieses Jahr und nächstes Jahr fiskalische Maßnahmen zu ergreifen.