Die Gläubiger von STX Offshore & Shipbuilding diskutieren über die Zukunft des finanziell angeschlagenen Schiffbauers.
Die Gläubiger, darunter die Koreanische Entwicklungsbank KDB, beraten heute, ob das Unternehmen unter gerichtliche Insolvenzverwaltung gestellt werden soll. Dieser Schritt gilt als sehr wahrscheinlich.
Die finanzielle Lage des Unternehmens verschlechterte sich als Folge einer Reihe von schlecht bezahlten Aufträgen. STX unterliegt deshalb seit 2013 einer gemeinsamen Kontrolle der Gläubiger.
Die Gläubigergruppe setzte seitdem über vier Billionen Won oder 3,38 Milliarden Dollar ein. Das Unternehmen verbuchte jedoch einen Betriebsverlust von 1,5 Billionen Won oder 1,27 Milliarden Dollar im Jahr 2013 und einen Verlust von mehr als 300 Milliarden Won oder 250 Millionen Dollar im vergangenen Jahr. Seine Verbindlichkeiten betragen sechs Billionen Won oder fünf Milliarden Dollar.
Unterdessen beschlossen die Gläubiger der Reederei Hyundai Merchant Marine (HMM) einen Schulden-Swap, einen Tausch von Darlehen in Höhe von 700 Milliarden Won oder 590 Millionen Dollar gegen Aktien. HMM verhandelt derzeit mit Schiffseignern über eine Senkung der Chartergebühren, dies gilt als entscheidend für ein Überleben des angeschlagenen Unternehmens.