Zwei nordkoreanische Schiffe haben die innerkoreanische Seegrenze im Westmeer verletzt.
Ein Fischkutter und ein Patrouillenboot aus Nordkorea hätten gegen 7.30 Uhr nahe der Insel Yeonpyeong die Nördliche Grenzlinie (NLL) überquert und seien rund 700 Meter in südkoreanisches Gebiet gefahren, teilte der Vereinigte Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit.
Die südkoreanischen Streitkräfte hätten per Funk Warnungen ausgesprochen und danach fünf Warnschüsse abgegeben. Daraufhin seien beide Schiffe gegen 7.38 Uhr in den Norden zurückgekehrt, hieß es.
Damit haben nordkoreanische Schiffe zum zweiten Mal in diesem Jahr die NLL überquert, nachdem zuletzt ein Patrouillenboot am 8. Februar einen Alarm ausgelöst hatte.
Die südkoreanischen Streitkräfte gehen davon aus, dass das Patrouillenboot bei der Kontrolle des Grenzübertritts des Fischkutters in die südkoreanische Zone geriet. Jedoch schließen sie die Möglichkeit nicht aus, dass es sich um eine versteckte Provokation im Meer handelt.
Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums berichtete am 3. Mai vor dem Parlament, dass angesichts der erhöhten Zahl der Fischkutter im Westmeer die Gefahr zufälliger Zusammenstöße mit Nordkorea bestehe. In der gerade begonnenen Hochsaison für den Krabbenfang sind laut Informationen täglich über 140 nordkoreanische Kutter nahe der NLL im Einsatz, doppelt so viele wie in den letzten Jahren.